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Hamsterrad hemmt Innovation

Völlig überladene Schreibtische, endlos aneinander gereihte Meetings, randvoller Maileingang; alles schreit nach kommunikativer Überladung. Doch was passiert, wenn man diesen ganzen Wust überwunden hat? Freiheit? Müßiggang? Innovation! Freiraum für Gedanken, die das eigene Hamsterrad überwinden.

Das Bild des Hamsterrads passt hier ganz gut: Beschleunigung bringt nicht weiter, sondern es wird einfach nur schneller. Wie traurig. Leider merken viele Unternehmensbewohner diesen Schritt noch nichteinmal, sondern haben sich einfach nur einen eigenen Laufstil angeeignet.

Selbstreflektiert muss man feststellen, dass es keinen Unterschied macht, ob man eine oder tausend Runden gedreht hat. Intelligenter wäre hier zu schauen, was denn das Ziel sein soll.

Drei kluge Fragen, die man mit ins Wochenende und hoffentlich danach auch noch mit in den Alltag nehmen sollte:

1. Was ist der angestrebte endgültige Zustand?
2. Was hindert mich jetzt an der Realisierung der Fernziele?
3. Wann haben wir zum letzten Mal unser Vorgehen kritisch hinterfragt?

Abgezielt auf den wirklichen Kern erscheinen viele Alltagsthemen mehr als irrelevant, lohnen kaum übersteigerten Einsatz oder haben überhaupt keinen Einfluss aufs Resultat. Diese Zöpfe gilt es abzuschneiden.

Was nun geschaffen wird ist Freiraum für Innovation. Böse Wörter wie Synergie oder Integration deuten hier schon den richtigen Kurs an. Nicht die erstbeste Lösung muss referenziert werden, sondern Alternativen dürfen geformt werden. Vielleicht nur der erste Schritt, einfach mal die Gedanken eine Stunde in der Woche kreisen lassen und die alten Kredos ignorieren.

Soeben habe ich meine E-Mail-Regeln wiedermal überarbeitet - schon erschreckend, wie viele automatisch generierte aufmerksamkeitsfordernde Kommunikation stattfindet. Inhaltsfrei.

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